Bei dem Tanz mit dem Leuchter oder Shamadan (Ägyptisch für Leuchter) balanciert die Tänzerin einen Leuchter mit bis zu 15 brennenden Kerzen auf dem Kopf. Man unterscheidet den Tanz, der in ägyptischer Tradition geprägt ist (einen Raqs El Shamadan) oder einer westlichen Variante, die eher dem orientalischen Showtanz zuzurechnen ist. Sein Ursprung liegt bei Tanzaufführungen anlässlich von Baladi-Hochzeiten
und wurde später Bestandteil des Tableaus bei Tanzaufführungen zur Hochzeitsfeier. Entsprechungen zu den ägyptischen Lichtertanz-Traditionen, die auf den einerseits symbolischen Hintergrund der geistigen Erleuchtung und andererseits der realen Wegerhellung zurückzuführen sind, finden sich auch in der Türkei. Als Kostüm wird meist ein durchgängiges Kleid getragen. Oft werden in den Leuchtertanz auch schwierige Bodenteile eingebaut, bei denen Balance- und Shimmybewegungen exakt ausgeführt werden.
Bei unserem Shamadan-Kostüm, dass eng an den indischen Stil anknüpft, fühlt man sich zurückversetzt in die Zeit des „Tigers von Eschnapur“ und erinnert an „Das indische Grabmal“.
|